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12. Höchstmögliche Motivation des Teams

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Nur hochmotivierte Mitarbeiter und Teams sind bereit und willens, höchste Leistungen zu erbringen und verlässlich beste Ergebnisse zu produzieren

Softwareentwickler folgen ihrer Berufung  ^

„Beruf“ kommt von „Berufung“, also aus der inneren Einstellung heraus, den sich aus der eigenen Profession ergebenden Tätigkeiten mit Freude, Spaß und Interesse nachzukommen.

Scrumcess unterstellt den an Softwareentwicklungsprojekten beteiligten Individuen, nicht völlig unfreiwillig oder unter Druck in ihre Tätigkeit als IT-Fachleute, bzw. als Softwareentwickler gestolpert zu sein, sondern ihrer inneren Berufung folgend ihre Arbeit mit Freude und Engagement durchführen und zumindest unter positiven Rahmenbedingungen bereit, motiviert und in der Lage zu sein, eine hohe Leistung zu erbringen, angemessen Verantwortung für ihre Arbeit zu übernehmen und überhaupt alles notwendige zu tun, um ein Projekt für alle Beteiligten zu einem bestmöglichen Ende zu führen. Gerade Softwareentwickler haben ihren Beruf zumeist aus einer tiefen inneren Überzeugung und großem Interesse heraus ergriffen und von daher geht Scrumcess davon aus, dass Softwareentwickler viel besser viel bessere Software viel besser und schneller entwickeln können, wenn sie es selbst intensiv aus sich heraus wollen — statt es (nur) zu müssen. Scrumcess unterstellt also, dass eine gewisse Grundmotivation in den Projektbeteiligten bereits vorhanden ist.

Keine Maschine(n)  ^

Es gibt keine „böse“ Scrumcess-Maschine, die die beteiligten Individuen in ein Korsett aus Vorgängen, Handlungen und Regeln presst, um ihre Hände und Gehirne zu missbrauchen, die Projekte im eigenen, scrum-spezifischen Sinn voranzubringen. Im Gegenteil, Scrumcess „weiß“, dass die Projekte nicht vom Prozess, sondern ausschließlich von den ihn einsetzenden Individuen vorangetrieben werden und daher dient Scrumcess den Individuen dadurch, dass es die notwendigen Vorgänge, Handlungen und Artefakte in einen für sie jederzeit vorhersehbaren und verlässlichen Rahmen einbettet, um sie in ihrer Kommunikation, Kollaboration und ihren Interaktionen zu unterstützen und ihnen den Kopf für die wirklich wichtigen Dinge freizuhalten.

Auch die den Prozess nutzenden Individuen sind keine Maschinen. Sie wollen von dem, was sie tun, entweder überzeugt sein oder überzeugt werden. Gelingt dies, sind sie durchaus freiwillig bereit und auch willens, Höchstleistungen zu erbringen. „Überzeugungskraft“ in Form von Druck und impliziter oder expliziter Inaussichtstellung von Repressalien schürt jedoch Ängste. Aus diesen Ängsten lässt sich zwar ebenfalls eine Art „Motivation“ ableiten, jedoch produziert diese Art von Motivation gleichzeitig starke innere Gegen- bzw. Abwehrkräfte, die bereits nach kurzer Zeit zu hohem Stress und Minderung von Leistungswillen, Leistungsfähigkeit, Motivation und Produktivität führen werden. „führen werden„, nicht „führen können„!

Überzeugung durch Inaussichtstellung oder konkreter Ankündigung von Repressalien ist daher nur kurz erfolgversprechend, verschleißt die vorhandenen Ressourcen jedoch in vielerlei Hinsicht schnell und über die Maßen, was die Identifikation der Individuen mit Prozess, Projekt und Produkt nachhaltig beeinträchtigt und damit alles andere als motivationsfördernd ist.

Wofür ist Motivation gut?  ^

Wir arbeiten nicht, um gelobt zu werden“ ist ein Satz, über den man trefflich diskutieren kann, weil er stark polarisiert und vor allem, weil er die Existenz von Motivation als eine wesentliche Antriebsquelle der Mitarbeiter, höchste Leistungen zum Vorteil des Unternehmens und seiner Kunden zu erbringen, verneint. Darauf angesprochen, erfolgt dann häufig die Aussage, „dafür“ — vermutlich ist die Motivation gemeint — „gebe man den Mitarbeiter ja gutes Geld„. Selbstverständlich kann Geld eine ausserordentlich hohe Motivation darstellen und für viele wird Geld auch eine ausserordentlich hohe Motivation darstellen, aber oft genug ist Geld, unabhängig davon, in welcher Form diese Ressource den Weg zum jeweiligen Mitarbeiter findet und insbesondere, wenn es das einzige oder das hauptsächliche Instrument zur Motivationsgewinnung darstellt, nicht ausreichend, um dauerhaft genügend Kräfte für eine erfolgreiche Bewältigung z.B. von komplexen Softwareentwicklungsprojekten hervorzubringen. Zudem ist zumindest Geld allein eine nur sehr unspezifische Motivationsquelle.

Sicherlich ist Geld eine wichtige Motivationsquelle; allerdings weniger in der Form von Aufschlägen auf Lohn oder Gehalt, da es in dieser Form sehr allgemein und unspezifisch ist, sondern vielmehr in Form einer projektspezifischen Gratifikation oder Prämie. Geld kann aber auch ein wesentlicher Demotivationsfaktor sein, insbesondere, wenn in (gefühlt) zu geringem Umfang ausgeschüttet oder als Druckmittel eingesetzt wird. Sich bei dem Thema „Motivation“ jedoch allein auf das Mittel „Geld“ zu konzentrieren, ist für einen umfassenden Erfolg auf jeden Fall viel zu kurz gedacht und greift damit auch viel zu kurz.

Ach wo, Motivation als Konzept wird völlig überschätzt  ^

Keineswegs! Eine hohe Motivation ist der Grundpfeiler erfolgreicher und nachhaltiger Arbeit. Begeisterung und Motivation erzeugen Freude, verringern Fehlzeiten und Krankenstand und stärken Antrieb und Leistungswillen, was zur Steigerung von Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter und damit des ganzen Projektteams führt und im Weiteren wiederum zu einer Erhöhung der Produktivität. Scrums Existenz- und Einsatzzweck liegt also u.a. darin, den beteiligten Individuen ihre spezifischen Rahmenbedingungen für die Bewältigung ihrer Kernaufgaben, also für ihr reales oder zumindest gefühltes Arbeitsklima zu verbessern und ihnen damit Spaß und Freude an der Arbeit zu verschaffen, bzw., zu erhalten. Das Ziel ist, sie dahin zu befähigen und zu ermutigen, alle ihre Potenziale zu aktivieren, sich vollständig einzubringen und auch am nächsten und allen folgenden Tagen wieder hochmotiviert und mit Begeisterung ins Projekt zu kommen, um mit Freude, Engagement, Verantwortungsbewusstsein und Leistungsbereitschaft für den Erfolg des Projektes des Unternehmens, der Stakeholder und vor allem des, nein, ihres Teams zu arbeiten.

Die Mitarbeiter stehen im Mittelpunkt  ^

Um dies zu erreichen, stellt Scrumcess die beteiligten Individuen in den Mittelpunkt des Prozesses. Jeder am Projekt Beteilige ist gleich viel Wert wie jeder andere auch, gleichermaßen wichtig und wertvoll. Es gibt keine disziplinarischen Hierarchien, weder im Projekt, noch in den Teams. Die Beteiligten begegnen sich alle auf gleicher Augenhöhe, sie sind alle gleichberechtigt und gleichermaßen dem Ziel und dem Erfolg des Projektes — der Schaffung des höchstmöglichen Geschäftswertes für die Stakeholder — verpflichtet. Sie handeln, arbeiten und kommunizieren effizient und in gegenseitigem Respekt, tiefem Vertrauen und hoher Kollaborationsbereitschaft im jeweiligen Rahmen ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten und im Bestreben, diese permanent zu erweitern. In diesem Zusammenhang spielt auch die durch das Management ausdrücklich ausgesprochene umfassende Ermächtigung des Entwicklungsteams eine große Rolle, mit der sie zwar immer noch nicht über die Lizenz zum Töten verfügen — was ja im Projekt auch überaus kontraproduktiv wäre — aber vollständig und umfassend dazu ermächtigt sind, zumindest alles Notwendige dafür zu tun, das Ziel des Projektes erfolgreich zu erreichen.

Uneingeschränkte Konzentration ermöglichen  ^

Scrumcess ermöglicht den Individuen, sich vollständig auf ihre Aufgabe(n) zu konzentrieren; nichts soll sie stören, nichts soll sie aufhalten, nichts soll sie hindern, nichts soll sie ablenken oder dabei unterbrechen, ihre Aufgaben in einer für sie spezifischen und optimalen Art und Weise zu lösen. Treten Hindernisse auf, die sie in ihrer Produktivität einschränken, kümmert sich jemand dafür verantwortliches — der Scrum-Master — darum, diese Hindernisse schnellstmöglich zu beseitigen, damit sie sich so schnell wie möglich wieder uneingeschränkt und voll konzentriert ihren Aufgaben widmen können.

Keine disziplinarische Hierarchie  ^

Aufgrund der nicht vorhandenen disziplinarischen Hierarchie reduziert Scrumcess die oftmals allgegenwärtige Fremdbestimmung auf ein Mindestmaß; Die beteiligten Individuen bestimmen im Kern selbst, was der von ihnen akzeptierten Aufgaben sie wann und wie produzieren; Scrumcess übergibt ihnen damit uneingeschränkt die Verantwortung für die Lösung ihre Aufgaben und drückt damit ebenso uneingeschränkt Respekt, Vertrauen und Wertschätzung aus.



Prinzipien und Werte bilden ein System  ^

Jedes Prinzip und jeder Wert ist der Kopf einer eigenen Beeinflussungskaskade anderer Prinzipien und Werte, denn jede Wertänderung wirkt sich auf weitere Prinzipien und Werte, die auf ihnen aufbauen, aus. An vielen Stellen stehen die Prinipien und Werte sogar in direkter Wechselwirkung zueinander.

Aus diesem Grund müsste jede Wertänderung eines beliebigen Prinzips oder Wertes durch die Kaskadierung Wertänderungen aller anderen Prinzipen und Werte nach sich ziehen, so dass dieses System -- einmal angestoßen -- im Grunde nie wieder zur Ruhe kommen dürfte. Das ist in der Praxis jedoch nicht der Fall, da es sich bei den Abhängigkeiten und Wechselwirkungen um ein soziales, gedämpftes System handelt, dessen innere Wirkung sich von Ebene zu Ebene abschwächt.

Aus diesem Grund werden hier als Quellen und Ziele der wertändernden Beeinflussungen nur die jeweils direkten Addressaten angegeben und nicht diejenigen, die in einer tieferen Ebenen der jeweiligen Kaskade betroffen sind.

Sowohl die Definitionen der Prinzipien und der Werte und ihre jeweiligen Zusammenhänge, Beeinflussungen, bzw. Verknüpfungen oder Nicht-Verknüpfungen, können nicht den Anspruch von Vollständigkeit und Korrektheit erheben, da es sich um eine weitestgehend subjektive Sicht handelt. Man kann daher aus diesen oder jenen Gründen durchaus anderer Meinung sein (zumal die Auswahl und die Beziehungen zueinander aktuell auch noch nicht vollständig von mir kommentiert sind). Sollten Sie also anderer Meinung sein als ich, würde ich mich über einen diesbezüglichen Kommentar sehr freuen; recht vielen Dank!

Was aktuell noch vollständig fehlt, sind Darstellung und Beschreibung der Beeinflussung der Werte untereinander; dieser Teil befindet noch in der Analyse.


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