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06. Optimales Produktionsklima

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Ein Teil dieser Seiten wurde ursprünglich für doktor-scrum.de geschrieben und ziehen nun hierher nach scrumcess.de um; leider sind sie aber inhaltlich noch nicht vollständig auf scrumcess.de umgearbeitet. Zudem ist es durchaus möglich, dass die enthaltenen Links noch ins Leere zeigen, bzw. noch auf doktor-scrum.de verweisen.
Ich bitte Sie, das zu entschuldigen.

Mit der Implementierung eines optimalen Produktionsklimas verschafft Scrumcess dem Entwicklungsteam den Raum und die Möglichkeit, alle dem Team innewohnenden Potenziale freizusetzen und in das Projekt einbringen zu können

Optimale Voraussetzungen schaffen  ^

Die Schaffung optimaler Voraussetzungen für das Projektteam, insbesondere für das Entwicklungsteam, ist eine der Kernideen von Scrumcess. Letztlich dienen alle in Scrumcess verankerten Regeln und Abläufe diesem Prinzip, denn nicht der Prozess macht das Projekt, sondern ausschließlich die am Projekt beteiligten Individuen. Sie allein haben die kreativen Kräfte, Möglichkeiten und Fähigkeiten, quasi aus dem „Nichts“ einer Leistungsbeschreibung heraus, etwas wertvolles, völlig Neues, individuelles und noch nicht Dagewesenes zu erschaffen — und darum geht es bei der Neuentwicklung von Individualsoftware zumeist — das den (idealer Weise den in der Leistungsbeschreibung beschriebenen) Zweck verfolgt und in der Lage ist, die von ihm geforderte Leistung uneingeschränkt zu erbringen. Nur, immer und ausschließlich die am Projekt beteiligten Individuen sind es, die die Fähigkeit besitzen, die hierfür notwendigen kreativen Leistungen zu erbringen.

Softwareentwicklung ist ein hochkreativer Prozess  ^

Kreative und schöpferische Akte funktioniert umso besser, schneller und sicherer, je besser sich das Individuum um diese akut durchzuführende Problemlösung „kümmern“ kann. Dieses „sich besser kümmern können“ ist der der Kern von Scrumcess, die Idee von Scrumcess, denn der Mensch kann seine Leistung nun einmal — auch wenn es oft immer wieder von ihm verlangt wird — nicht jederzeit in beliebiger Qualität und Menge abrufen. Dies funktioniert nur dann in einem wiederholbaren, verlässlichen Rahmen, wenn er gute Voraussetzung dafür vorfindet. Umso besser und verlässlicher die Voraussetzungen sind, umso besser und verlässlicher wird die Leistung, die er zu erbringen imstand ist und dann auch erbringen wird, sein.

Gelegentlich erlebt man — zumindest in klassischen, nicht-agilen Projekten — bei Auftreten kritischer Situationen (z.B. vor „drohenden“ Präsentations- oder Abgabeterminen), wenn plötzlich und überraschend „Not am Mann“ oder „das Kind“ gar bereits „in den Brunnen gefallen“ ist, dass nun doch etwas in den Fokus gerät, was kurz zuvor noch als „übertriebenes Sozialgedöns“ abgetan wurde: aktive Motivationsarbeit. Da werden den Mitarbeitern wortreich Vorteile, die sie erhalten können oder Nachteile, die sie besser vermeiden sollten, in Aussicht gestellt und vielleicht erscheint es den angesprochenen Mitarbeitern aus diesem Grund dann doch plötzlich recht attraktiv und erstrebenswert, mit entsprechendem persönlichem Aufwand (Nachtarbeit, Wochenende, Feiertage) noch etwas zu „reißen“, also, zu versuchen, die Situation doch noch (einmal mehr) zu retten … das mag eine Zeit lang halbwegs gut funktionieren, aber ist es nicht viel besser und professioneller, solche Situationen, die sich — insbesondere wenn sie mit „schöner Regelmäßigkeit“ immer wieder auftreten — demotivierend und erodierend, also verschleißend, auf die Beteiligten auswirken, gleich im Ansatz zu vermeiden und sie nicht immer wieder aufs Neue zu riskieren?

Der Ansatz von Scrumcess, dem Auftreten dieser Situationen von vorn herein die Grundlage zu entziehen und das vermeintlich nur schwer Planbare realistisch und verlässlich planbar zu machen, ist ein Weg, der nur Wenigen etwas kostet (und das auch nur gefühlt, denn das Schwere ist nur das Annehmen der Veränderung; ist man da durch, ist die Veränderung selbst ganz leicht!), aber allen etwas Positives bringt!

Welches Ziel wird mit dem optimalen Produktionsklima verfolgt?  ^

Das Ziel hinter der Idee dem optimalen Produktionsklima ist, allen am Projekt beteiligten Individuen — insbesondere den Entwicklern — einen optimalen Rahmen, ein optimales Umfeld für ihre Arbeit zur Verfügung zu stellen, ein Umfeld, das sie darin unterstützt, alle ihre Fähigkeiten und Potenziale vollständig zu aktivieren und uneingeschränkt in den Dienst der Sache und damit des Projektes stellen zu können.

Mit dem optimalen Produktionsklima sind allerdings nicht so sehr Designer-Inventar, aktuellste Rechner der „Commander-Klasse“, schicke Kaffeevollautomaten mit 4711 Programmen oder Pizzaflatrates zu jeder Tages- und Nachtzeit gemeint — auch wenn diese Dinge die Stimmung im Projekt tatsächlich signifikant unterstützen könnten — sondern vielmehr ein Arbeitsumfeld in Form eines in sich geschlossenen, geschützten, sozialen Projekt-„Ökosystems“. Erst optimale, hervorragende Produktionsbedingungen führen zu einem hervorragenden Projekt und erst in einem hervorragende Projekt können die Projektbeteiligten die hervorragenden Leistungen erbringen, die dann auch zu einem hervorragenden Produkt höchstmöglichen Wertschöpfungspotenzials führen.

Projekt-Ökosystem?  ^

Mit Ökosystem sind weder begrünte Monitore, noch Holz-Tastaturen oder Echtmoos-Mauspads gemeint, sondern der Ansatz, auch in einer angespannten Projektsituation „Lebewesen und Lebensräume“ gemeinsam als systemische Einheit (hier Entwickler und ihre Arbeitssituation) zu betrachten, deren Bestandteile sich in ihrem Inneren nicht unabhängig voneinander verhalten, sondern sich gegenseitig positiv wie negativ beeinflussen. „Verstresst“ man also die Arbeitssituation im Projekt, stresst man auch die Entwickler, die dann leicht den Kontakt zu ihren kreativen Ich verlieren, was dann wiederum ihrer Innovations- und Problemlösungskompetenz abträglich sein kann … und höchstwahrscheinlich auch sein wird.

Qualität des Produktionsklimas  ^

Nicht der Prozess erbringt die Leistung, es sind ausschließlich die den Prozess einsetzenden Individuen, die dem Projekt ihre Kreativität, ihre Innovationsfähigkeit und ihre Intuition zur Verfügung stellen. Ausschließlich die Individuen sind in der Lage um imstande, diese Leistung zu erbringen. Vielleicht lassen sie sich vom Prozess unterstützen, vielleicht tragen, vielleicht auf dem Weg leiten und führen, aber die Leistung erbringen, dass kann der Prozess nicht. Dass können nur die am Projekt beteiligten Individuen und aus diesem Grund konzentriert sich Scrumcess darauf, ihre Leistungsfähigkeit zu unterstützen und ihnen den Weg zum Ziel so flach und eben wie möglich zu gestalten; in Softwareentwicklungsvorhaben treten permanent technische, fachliche, jedenfalls entbehrliche Probleme, wenn nicht sogar ausgewachsene Katastrophen, in ausreichender Menge auf, da möchte man als Betroffener gern auf jegliches „Störfeuer“ von abseits der eigentlichen Entwicklungsarbeit verzichten.

Scrumcess leistet aber noch mehr  ^

Scrumcess arbeitet nicht nur daran, das volle bereits vorhandene Potenzial jedes Teammitglieds vollumfänglich zu wecken, sondern auch daran, das Potenzial des Einzelnen und des ganzen Teams größer werden zu lassen, als es die Summe der Einzelpotentiale der Teammitglieder sind, d.h. im Team Synergien und Emergenzen hervorzubringen, die die Leistungsfähigkeit insgesamt weiter steigen lassen, ohne die Ressourcen des Teams und der Teammitglieder unangemessen zu verbrauchen, ohne sie zu verschleißen.

Das hört sich maßlos übertrieben an?  ^

Wie man’s nimmt. Die Grundlage für den Erfolg ist das Ziel der Schaffung des optimalen Produktionsklimas, also der optimalen Rahmenbedingungen für ein Entwicklungsteam, dass in der Lage ist, diese optimalen Rahmenbedingungen nicht nur vollumfänglich annehmen, nutzen und umsetzen zu wollen, zu können und auch zu dürfen.

Insbesondere letzteres ist im Übrigen in vielen Projekten der heikelste Punkt, denn auch wenn die Rahmenbedingungen an sich optimal sind, werden die Teams dann manchmal — bzw. in problematischen Projektkonstellation sogar eher häufig — in der vollständigen Nutzung der Möglichkeiten Scrums eingeschränkt oder gehindert.

Das ist doch Unsinn, das würde doch niemand tun!  ^

Leider doch und das ist oft sehr bitter, gerade wenn ein Team die Potenziale, die sich aus der Umsetzung von Scrumcess ergeben, gut verstanden, durchdrungen und angenommen hat und darüber hinaus auch willens und in der Lage ist, die Potenziale und Synergien und Emergenzen auch zum Vorteil des Projektes einzusetzen. Wird das Team dann in solch einer Situation in seiner Leistungsfähigkeit beschnitten oder begrenzt, können die beteiligten Individuen die ihnen mögliche Leistung nicht erbringen, wofür dann zumeist wiederum sie selbst und / oder der Prozess als solches dafür verantwortlich gemacht wird.

Gerade heutzutage, wo der Zustand „Krise“ schon fast der Normalzustand ist, ist eine gute Idee, die schlecht umgesetzt wird, manchmal schlechter, als würde sie gar nicht umgesetzt; immer, wenn Fachleute damit beginnen, Schrauben mit einem Hammer einzu“drehen“, sollte man ein sehr waches Auge auf das erstellte Produkt haben.

Was ist denn das „optimale Produktionsklima“?  ^

Es handelt sich bei dem optimalen Produktionsklima um einen Ruhe- und Freiraum, den Scrumcess für das Entwicklungsteam herbeiführen will, um eine geschützte, beruhigte und verlässliche Zone, in der sich die Beteiligten angstfrei und entspannt bewegen können und sollen, in der es professionell und repressionsfrei zugeht, in der es keine Konkurrenz — weder innerhalb, noch extern — gibt. Ein Bereich, in dem man sich uneingeschränkt gegenseitig unterstützt, wo sich alle Beteiligten auf gleicher Augenhöhe, auf gleicher „Wellenlänge“, frei von hierarchischen Brüchen und Blockaden, begegnen können. Eine Umgebung, die von direkter Interaktion, kurzen Wegen, Ruhe, Konzentration, höchstmöglicher Qualität, Verlässlichkeit, Kollegialität, Respekt und Achtung, Kreativität und Intuition, sowie ausgeprägter Hilfsbereitschaft, aber auch von Disziplin, Leistungswillen und -bereitschaft, Professionalität und Verantwortungsbewusstsein gekennzeichnet ist. Kurz gesagt, um einen Bereich, in dem man seiner Intuition und Kreativität und seinem Willen, das bestmögliche Ergebnis zu erreichen, freien Lauf lassen kann.

Um diesen Freiraum, dieses Arbeits- und Produktionsklima Wirklichkeit werden lassen zu können, ist es nicht ausreichend, ein Schild mit der Aufschrift „Ruhe“ oder „Achtung Aufnahme“, oder so, an die imaginäre oder reale Tür zum Projekt zu hängen. Dieser Raum muss in den Köpfen der Beteiligten entstehen, dieser Raum muss einem „Think Tank„, also einer Denkfabrik, gleichen, wobei jedoch im hier genannten Raum die Ideen und Strategien nicht nur theoretisch entwickelt, sondern auch zeitnah in der Praxis umgesetzt, d.h. in konkreten Produktiv-Code mit allem, was dazu gehört, gegossen werden. Es geht daher nicht nur um eine Umgebung, sondern auch um eine innere Haltung eines jedes Beteiligten, es geht um ein Arbeits-, Produktions- und Entwicklungskonzept, das jedes beteiligte Individuum verinnerlichen, annehmen und den anderen am Projekt beteiligten Individuen wieder entgegenbringen muss — eine Haltung, die nicht nur innerhalb des Projektes herrschen sollte, sondern die dem Projekt idealerweise auch von außen entgegengebracht wird.

Bei alledem sei es aber trotzdem noch einmal gesagt: Entscheidend ist nicht, sofort und spontan alles richtig zu machen, sondern allein entscheidend ist, auf dem richtigen Weg zu sein und diesen Weg konsequent und zielorientert weiter zu verfolgen!



Prinzipien und Werte bilden ein System  ^

Jedes Prinzip und jeder Wert ist der Kopf einer eigenen Beeinflussungskaskade anderer Prinzipien und Werte, denn jede Wertänderung wirkt sich auf weitere Prinzipien und Werte, die auf ihnen aufbauen, aus. An vielen Stellen stehen die Prinipien und Werte sogar in direkter Wechselwirkung zueinander.

Aus diesem Grund müsste jede Wertänderung eines beliebigen Prinzips oder Wertes durch die Kaskadierung Wertänderungen aller anderen Prinzipen und Werte nach sich ziehen, so dass dieses System -- einmal angestoßen -- im Grunde nie wieder zur Ruhe kommen dürfte. Das ist in der Praxis jedoch nicht der Fall, da es sich bei den Abhängigkeiten und Wechselwirkungen um ein soziales, gedämpftes System handelt, dessen innere Wirkung sich von Ebene zu Ebene abschwächt.

Aus diesem Grund werden hier als Quellen und Ziele der wertändernden Beeinflussungen nur die jeweils direkten Addressaten angegeben und nicht diejenigen, die in einer tieferen Ebenen der jeweiligen Kaskade betroffen sind.

Sowohl die Definitionen der Prinzipien und der Werte und ihre jeweiligen Zusammenhänge, Beeinflussungen, bzw. Verknüpfungen oder Nicht-Verknüpfungen, können nicht den Anspruch von Vollständigkeit und Korrektheit erheben, da es sich um eine weitestgehend subjektive Sicht handelt. Man kann daher aus diesen oder jenen Gründen durchaus anderer Meinung sein (zumal die Auswahl und die Beziehungen zueinander aktuell auch noch nicht vollständig von mir kommentiert sind). Sollten Sie also anderer Meinung sein als ich, würde ich mich über einen diesbezüglichen Kommentar sehr freuen; recht vielen Dank!

Was aktuell noch vollständig fehlt, sind Darstellung und Beschreibung der Beeinflussung der Werte untereinander; dieser Teil befindet noch in der Analyse.


’06. Optimales Produktionsklima‘ wird beeinflusst von

Prinzipien

Werte

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